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Couragiert widerständig: Dresden setzt Zeichen für den FriedenLichterlauf im Dresdner Westen und Begegnungen mit Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser sind Höhepunkte der Ökumenischen FriedensDekade vom 8. bis 18. November 2026


5. November 2026

Frieden braucht Menschen, die sich einmischen, die Hoffnung bewahren und sich auch unter schwierigen Bedingungen für Menschlichkeit und Verständigung einsetzen. Unter dem Motto „couragiert widerständig“ lädt die Ökumenische FriedensDekade vom 8. bis 18. November 2026 dazu ein, gemeinsam über Frieden, Gerechtigkeit und gesellschaftliche Verantwortung nachzudenken. Dresdner Kirchgemeinden gestalten dazu ein vielfältiges Programm mit Gottesdiensten, Friedensgebeten, Gesprächsabenden, Workshops und Begegnungen.

Zwei besondere Höhepunkte stehen im Mittelpunkt: der große Lichterlauf durch den Dresdner Westen am 17. November und die Begegnungen mit der palästinensischen Friedensvermittlerin und Autorin Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser am 13. und 15. November.

Ein Lichtermeer für den Frieden: Sternlauf durch den Dresdner Westen

Ein weithin sichtbares Zeichen für Frieden, Hoffnung und Zusammenhalt soll am Dienstag, 17. November 2026, im Dresdner Westen entstehen. Unter dem Motto „Den Frieden im Dresdner Westen aufleuchten lassen“ laden die Kirchgemeinden Menschen aller Generationen ein, sich an einem gemeinsamen Lichterlauf zu beteiligen.

Dafür sind alle aufgerufen, ein eigenes Friedenslicht (gekauft oder gebastelt) mitzubringen: Jedes Licht kann einen Friedenswunsch, ein Gebet oder einen persönlichen Gedanken tragen. Aus vielen einzelnen Lichtern soll ein gemeinsames Zeichen der Hoffnung werden.

Um 17.30 Uhr starten drei Sternläufe gleichzeitig an der Briesnitzer Kirche, der Philippuskirche und der Hoffnungskirche in Löbtau. Mit ihren Friedenslichtern ziehen die Teilnehmenden durch den Dresdner Westen zur Heilandskirche in Cotta. Dort kommen die Gruppen zusammen. Die vielen einzelnen Lichter werden vereint und erhellen gemeinsam den Altarraum.

Um 18.30 Uhr beginnt eine gemeinsame Friedensandacht in der Heilandskirche, die gegen 19 Uhr endet.

Die Einladung richtet sich ausdrücklich nicht nur an Mitglieder der Kirchgemeinden: Nachbarinnen und Nachbarn, Freunde, Kollegen und alle Interessierten sind willkommen.

Der Lichterlauf auf einen Blick:

Dienstag, 17. November 2026, 17.30 Uhr: Start der Sternläufe
Startpunkte: Briesnitzer Kirche, Philippuskirche und Hoffnungskirche Löbtau
Ziel: Heilandskirche Cotta
18.30 Uhr: Gemeinsame Friedensandacht
Ende gegen 19 Uhr

„Den Frieden leben – mitten im Chaos“: Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser zu Gast in Dresden

Ein besonderer Gast der diesjährigen FriedensDekade ist die palästinensische Christin, Friedensvermittlerin und Autorin Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Übergabe des Nagelkreuzes von Coventry an die Kirchgemeinde Maria am Wasser in Dresden-Hosterwitz ist es gelungen, sie nach Dresden einzuladen.

Farhat-Naser wurde 1948 in Birzeit bei Jerusalem geboren. Sie studierte Biologie, Geografie und Erziehungswissenschaften in Hamburg und promovierte in angewandter Botanik. Als ehemalige Dozentin an der Universität Birzeit engagiert sie sich seit Jahrzehnten als Friedenspädagogin, Autorin und Referentin. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Frauenprojekten, Bildungsinitiativen sowie Dialogprogrammen für Frauen und Jugendliche. Für ihr Engagement erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte und den Mount Zion Award.

In einer Zeit, in der Gewalt und Verzweiflung das Bild im Nahen Osten prägen, berichtet sie von der Lebenswirklichkeit im Westjordanland, in Gaza und Israel. Sie spricht von der Botschaft des Friedens, von Erschöpfung und Hoffnung und von der Kraft der Menschlichkeit.

Wie können Menschen selbst unter schwierigsten Bedingungen die Hoffnung nicht verlieren? Was gibt ihnen die Kraft, sich weiterhin für Verständigung und Gewaltfreiheit einzusetzen? Und was können wir aus ihren Erfahrungen für unser eigenes Handeln lernen?

Zum Vortrag mit anschließendem Gespräch sind alle Interessierten herzlich eingeladen:

Freitag, 13. November 2026, 19 Uhr
Kirche Maria am Wasser (Schifferkirche)
Kirchgasse 6, Dresden-Hosterwitz

Die Moderation übernimmt Claudia Nikol, Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens für Migration und Integration. Den geistlichen Rahmen gestaltet Pfarrerin Maria Heinke-Probst, die musikalische Begleitung übernimmt Johannes Korndörfer.

Darüber hinaus wird Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser am 13. November bei einem Schulprojekt in der Oberschule Weißig mitwirken. Am Sonntag, 15. November, beteiligt sie sich um 9.30 Uhr am Gottesdienst in der St.-Michaelskirche in Dresden-Bühlau.

Die Begegnungen sind Teil einer gemeinsamen FriedensDekade der fünf Schwestergemeinden am Elbhang. Das 20-jährige Nagelkreuzjubiläum in Hosterwitz gibt einen besonderen Anlass, die Bedeutung von Versöhnungsarbeit und Friedensengagement neu in den Blick zu nehmen.

Frieden braucht Menschen, die sich einmischen

Die Ökumenische FriedensDekade macht deutlich: Frieden entsteht nicht von selbst. Er braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, Unrecht widersprechen, aufeinander zugehen und auch unter schwierigen Bedingungen an der Hoffnung festhalten.

Ob beim Lichterlauf, im Gespräch mit einer Friedensvermittlerin, beim Gottesdienst, Filmabend oder Friedensgebet – die Dresdner Kirchgemeinden laden alle Interessierten ein, sich einzubringen und gemeinsam couragiert widerständig zu sein.

Lassen Sie sich anstecken! Setzen Sie ein Zeichen für Frieden. Bringen Sie Ihr Licht zum Leuchten und laden Sie andere dazu ein.

Zum Vormerken: Vom 20. bis 22. Januar 2027 findet in Dresden die Konferenz für Friedensarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) statt.

Weitere Veranstaltungen in Dresden: Gemeinsam für Frieden und Verständigung

Neben den beiden Höhepunkten bieten Kirchgemeinden in verschiedenen Stadtteilen während der FriedensDekade zahlreiche Möglichkeiten, sich zu informieren, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu beten und gemeinsam über Frieden nachzudenken.

Sonntag, 8. November

10 Uhr: Regionalgottesdienst zur Eröffnung der FriedensDekade mit Annelie Möller, Friedensreferentin des Ökumenischen Informationszentrums, und dem Musiker Albrecht Mütze von Lebenslaute e. V., St.-Michaelskirche, Quohrener Straße 18, Dresden-Bühlau.
19 Uhr: Taizé-Gebet, Gemeindesaal, Sebastian-Bach-Straße 13.

Montag, 9. November

18 Uhr: Andacht zur FriedensDekade, Zschachwitz.
19 Uhr: Literarische Texte und Musik zum Thema Frieden, Kirche Weißig.
19 Uhr: Friedensgebet, Heilig-Geist-Kirche.
19 Uhr: Friedensgebet, Auferstehungskirche.

Dienstag, 10. November

18 Uhr: Friedensgebet, Laubegast.
19 Uhr: Gesprächsabend „Die Kirche und der Frieden – Gibt es eine Zeitenwende in dem, was Kirche über Frieden denkt?“ mit Annelie Möller. Impulse zur neuen Friedensdenkschrift der EKD und zu früheren Friedensdenkschriften. Johanneshaus, Haydnstraße 23.
19 Uhr: Gemeindeabend „Können wir unsere wertvolle Demokratie sichern helfen?“ mit Ulrich Böhme, ehemaliger Baudezernent im Landeskirchenamt, Kirche Loschwitz.
19 Uhr: Friedensgebet, Heilig-Geist-Kirche.
19.30 Uhr: Gesprächskreis „Braucht Demokratie Religion?“, Niedersedlitz.
20 bis 21.30 Uhr: Gesprächsabend „Dilemma – Frieden und Wehrdienst“ mit Sieglinde Eichert. Die Erwachsenenbildnerin lädt dazu ein, schwierige Entscheidungssituationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Zionskirche, Augsburger Straße 59. Kooperationspartner: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung.

Mittwoch, 11. November

18 Uhr: Andacht zur FriedensDekade, Zschachwitz.
19 Uhr: Friedensandacht mit Nagelkreuzversöhnungsgebet von Coventry, Kirche Maria am Wasser, Dresden-Hosterwitz, mit Lektor Prof. Marco Hamann.
19 Uhr: Friedensgebet, Heilig-Geist-Kirche.
19 Uhr: Gesprächsabend in der Auferstehungskirche mit Pfarrer Rummel und Konfirmanden.

Donnerstag, 12. November

18 Uhr: Friedensgebet, Niedersedlitz.
19 Uhr: Seminar „Gewaltfreie Kommunikation – Heraus aus der Vorwurfsspirale!“ mit Annelie Möller, Gemeindesaal, Luboldtstraße 11, Dresden-Weißer Hirsch.
19 Uhr: Friedensgebet, Bethlehemkirche.
19 Uhr: Gemeindeabend „Wein, Weib und Gesang“, Matthäuskirche.

Freitag, 13. November

18 Uhr: Andacht zur FriedensDekade, Zschachwitz.
19 Uhr: „Den Frieden leben – mitten im Chaos“, Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser, Kirche Maria am Wasser, Dresden-Hosterwitz.
19 Uhr: Friedensgebet, Bethlehemkirche.
19 Uhr: Friedensgebet, Auferstehungskirche.

Samstag, 14. November

15 bis 18 Uhr: Workshop „Libanon – Land zwischen Hoffnung und Krieg“ mit Vikarin Horschig, dem Verein Freunde der NEST e. V. und Referent Johannes Mieth. Aktuelle Einblicke in die Situation im Nahen Osten, auch mit Online-Gästen aus der Region. Pfarrscheune Weißig.
19 Uhr: Friedensgebet, Bethlehemkirche.

Sonntag, 15. November

9.30 Uhr: Friedensgottesdienst, Auferstehungskirche.
9.30 Uhr: Gottesdienst mit Beteiligung von Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser, St.-Michaelskirche, Dresden-Bühlau.
20 Uhr: „Halbe Stunde für Gott“, Bethlehemkirche.

Montag, 16. November

18 Uhr: Andacht zur FriedensDekade, Zschachwitz.
19 Uhr: Friedensandacht, Gemeindesaal St. Michael, Dresden-Bühlau.
19 Uhr: Gesprächsabend mit Claudia Nikol, Annenkirche.
19 Uhr: Friedensgebet, Versöhnungskirche.

Dienstag, 17. November

17.30 Uhr: Sternläufe mit Friedenslichtern im Dresdner Westen. Start an der Briesnitzer Kirche, Philippuskirche und Hoffnungskirche Löbtau.
18 Uhr: Friedensgebet, Laubegast.
18.30 Uhr: Gemeinsame Friedensandacht, Heilandskirche Cotta.
19 Uhr: Friedensgebet, Versöhnungskirche.
19 Uhr: Gesprächskreis in der Auferstehungskirche.
19.30 Uhr: Filmvorführung „In Liebe, Eure Hilde“ (Deutschland 2024, Spielfilm, 124 Minuten), Pfarrhaus Schönfeld.

Mittwoch, 18. November

9.30 Uhr: Ökumenischer Bußtagsgottesdienst, Versöhnungskirche.
10 Uhr: Regionalgottesdienst zum Buß- und Bettag, Kirche Loschwitz, gestaltet von der Jungen Gemeinde.
17 Uhr: Gottesdienst zum Abschluss der FriedensDekade mit Fabian Brüder, Annelie Möller und couragiert widerständigen Menschen aus Dresden, darunter Rita Kunert und Negla Osman. Reformierte Gemeinde, Brühlscher Garten 4. Anschließend Imbiss (Café Aha!) und Dokumentarfilm „Von Menschen, die auf Bäume steigen“. Der Film begleitet Menschen, die sich gewaltfrei für den Schutz von Klima und Umwelt einsetzen, und lädt zum Gespräch über Zivilcourage, Verantwortung und zivilen Widerstand ein.
17 Uhr: Wort und Musik zur FriedensDekade, Zionskirche, mit Pfarrerin Rummel.
19 Uhr: Friedensgebet, Versöhnungskirche.