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40 Jahre Kirche Dresden-Prohlis


2. Oktober 2022

Im Jahr 1982 wurde mit dem Prohliser Gemeindezentrum die erste Kirche in einem Neubaugebiet eingeweiht. Dieses Jubiläum wird nun gefeiert:

  • Am Donnerstagabend, den 6. Oktober 2022, 19 Uhr, wird in Erinnerungen geschwelgt. Moderation: Mira Körlin.
  • Am Samstagabend, 8. Oktober, 20 Uhr, findet ein Klezmerkonzert statt.
  • Am Sonntag, 9. Oktober, 14 Uhr, findet ein Festgottesdienst statt, bei dem mit dem „Te Deum“ ein Werk von Günter Schwarze uraufgeführt wird.

Seit den dreißiger Jahren hatte sich die Kirchgemeinde als Außenstelle von Leubnitz-Neuostra abgespalten, sich u.a. in der Dorfschule, im Gasthof und nach dem 2. Weltkrieg in einem Raum des Prohliser Schlosses, später im Restaurant “Coventry”/Hülßestraße zu Gottesdiensten versammelt. Im Oktober 1978 wurde der erste Prohliser Kirchenvorstand gewählt, zu dem u.a. Andrea Pockrandt gehörte, die viele Jahre im Pfarramt der Gemeinde arbeitete.

Ab 1976 entstand das Plattenbaugebiet in Dresden-Prohlis für 30.000 Einwohner. Im Rahmen des sog. „Sonderbauprogrammes der Evangelischen Kirchen in der DDR“ entstand das Gemeindezentrum mit der Empore aus Sichtbeton, mit grobem Putz, getönter Holzdecke, dunklem Parkett und geflochtenen Holzstühlen. Es wurde am 10. Oktober 1982 geweiht. Altar, Taufbecken und Ambo schuf Klaus Dennhardt aus Sandstein. Die Jehmlich-Orgel wurde am 4. Advent 1988 geweiht.

Die Prohliser Kirchgemeinde ist gekennzeichnet durch stetiges Engagement für Menschen am Rande der Gesellschaft: In den 80-iger Jahren mit dem offenen Jugendclub PEP, später gab es das Prohliser Frühstück und weiteres Engagement für das Quartier. Das Abendmahl für Kinder wurde bereits vor 40 Jahren eingeführt – noch immer ist das in vielen Gemeinden nicht selbstverständlich. Langjährige Partnerschaften verbinden die Prohliser mit der Markuskirche in Hannover und mit der reformierten Gemeinde im holländischen Leiden.

https://kirche-prohlis.de/info/info.html

Außenseite des Gemeindezentrums mit Bild von den Bauarbeiten und dem Blick auf den 2005 errichteten Glockenturm. (Bild: Julia Mossal)