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Angst? Liebe! – Interreligiöses Friedensgebet und Konzert am 31. Oktober auf dem Dresdner Neumarkt


8. Oktober 2026

„Angst? Liebe!“ – unter diesem Titel lädt das interreligiöses Bündnis COEXIST DRESDEN mit einer Kampagne in Dresden dazu ein, vertraute Reaktionsmuster zu hinterfragen. Angst kann abgrenzen und Feindschaft entstehen lassen. Dem setzt die Kampagne Liebe, Mitgefühl, Güte und Furchtlosigkeit entgegen. Die Botschaft findet sich in unterschiedlichen religiösen Traditionen: Liebe statt Angst, das Gute statt Vergeltung und ein Leben ohne Furcht und Feindschaft.

„Neben so manchen unterschiedlichen Traditionen unserer Religionen, teilen wir gemeinsame Antworten auf die großen Fragen des Zusammenlebens“, sagt Pfarrer Tobias Funke. „Angst trennt Menschen voneinander. Liebe öffnet Räume zur Begegnung für Verständigung.“

Ab sofort ist die Kampagne im öffentlichen Raum (mit Postkarten, STRÖER-Screens, Fahrgastfernsehen etc.) präsent. Zugleich lädt sie zum Interreligiösen Friedensgebet und Konzert am 31. Oktober ein.

Friedensgebet erstmals auf dem Neumarkt

COEXIST Dresden veranstaltet das Friedensgebet in diesem Jahr zum vierten Mal. Nach drei Jahren vor der Kreuzkirche findet es am Reformationstag erstmals auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche statt. 16 Uhr wird das COEXIST Ensemble mit einem Konzert beginnen.

Um 17 Uhr kommen Menschen verschiedener Religionsgemeinschaften  zusammen, um gemeinsam für Frieden zu beten. Musikalisch begleitet wird das Gebet vom COEXIST Ensemble. Im Anschluss sind alle zu Gebäck, heißem Tee und Gesprächen eingeladen – in Anknüpfung an die Tradition des Teilens am Reformationstag.

Das Friedensgebet wird von COEXIST Dresden gemeinsam mit BIRD vorbereitet. Sebastian Römisch stellt erneut das COEXIST Ensemble zusammen. Das gemeinsame Gebet soll ein Zeichen für Frieden, Toleranz und Zusammenhalt setzen – über religiöse Grenzen hinweg. Es geht um Begegnung, Austausch und darum, miteinander im Gespräch zu bleiben. „Angst? Liebe!“ versteht sich dabei als einfache Aufforderung: Angst nicht mit weiterer Angst zu beantworten, Hass nicht mit Hass und Ausgrenzung nicht mit neuer Ausgrenzung.

Darauf verweist die Kampagne mit Texten aus verschiedenen Religionen:

  • Judentum (Die Thora, 3. Buch Mose 19,18) „Räche nicht und trage nicht nach, sondern liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
  • Christentum (Die Bibel, 1. Johannisbrief 4,18) „Die Liebe kennt keine Angst. Wahre Liebe vertreibt die Angst.“
  • Islam (Der Koran, 41,34) „Wehre mit einer Tat, die besser ist, die schlechte Tat ab, dann wird dein Feind zum Freund.“
  • Hinduismus (Bhagavad Gita 16,1-3) „Furchtlosigkeit und Freundlichkeit […] diese Eigenschaften, zeichnen heilige Menschen aus, die von göttlicher Natur sind.“
  • Buddismus (Dhammapada 1,5) „Hass wird in dieser Welt nie von Hass beschwichtigt. Allein durch Liebe wird Hass beschwichtigt. Das ist ein ewiges Gesetz.“
  • Sikhismus (Mool Mantra aus dem Guru Granth Sahib) „Gott ist ohne Furcht und ohne Feindschaft“

Interreligiöses Konzert und Friedensgebet

31. Oktober 2026, 16 Uhr Konzert  und 17 Uhr Friedensgebet
Neumarkt vor der Frauenkirche, Dresden
Alle sind willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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