Olga Martynova liest und spricht über Europa, Heimat und Zugehörigkeit
9. Oktober 2026
Lesung und Gespräch mit der Dresdner Stadtschreiberin am 14. Oktober in Klotzsche
Wie sehen wir Europa, und aus welcher Perspektive betrachten wir den Kontinent? Unsere Vorstellungen sind oft westlich geprägt. Dabei gehörte auch Ostdeutschland bis zum Mauerfall aus westlicher Sicht eher zu den Randgebieten Europas – ähnlich wie Polen, Tschechien, der Balkan oder Russland.
Literatur kann helfen, solche Sichtweisen zu hinterfragen und den Blick auf Europa zu erweitern. Eine Autorin, die dafür eine besondere Perspektive mitbringt, ist Olga Martynova. Sie wurde 1961 in Leningrad geboren und lebt seit 1991 in Frankfurt am Main. Derzeit ist sie Dresdner Stadtschreiberin.
Am Mittwoch, dem 14. Oktober, ist Olga Martynova um 19:30 Uhr zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch im Gemeindehaus Alte Post in Dresden-Klotzsche zu Gast. Dabei geht es um europäische Perspektiven, aber auch um ganz persönliche Fragen: Was bedeutet es, in Deutschland anzukommen und hier ein neues Zuhause zu finden? Wann entsteht das Gefühl, dazuzugehören? Und wie lässt sich damit umgehen, sich einerseits verbunden zu fühlen und andererseits eine gewisse Distanz zu bewahren?
Literarische Stimmen aus den östlichen und südöstlichen Teilen Europas eröffnen neue Blicke auf die Geschichte und Gegenwart des Kontinents. Sie machen deutlich, dass Europa mehr ist als das Bild, das wir uns aus einer vorwiegend westlichen Perspektive von ihm machen.
Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, mit Olga Martynova über diese Fragen ins Gespräch zu kommen und vertraute Vorstellungen von Europa und Heimat neu zu betrachten.
Mittwoch, 14. Oktober, 19:30 Uhr
Gemeindehaus Alte Post Klotzsche, Gertrud-Caspari-Straße 10, 01109 Dresden
Eintritt frei