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Brot für die Welt startet 64. Aktion und sächsische Aktion Stollenpfennig läuft wieder in der Adventszeit


24. November 2022

Brot für die Welt eröffnet am 1. Advent (27. November) seine 64. Sammelaktion. Sie steht in diesem Jahr nochmals unter dem Titel „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“ Der Klimawandel schreitet rasant voran. Unwetter, Stürme und Dürren häufen sich. Daneben gibt es durch den Temperaturanstieg schleichende Entwicklungen wie die Schmelze von Gletschern und den Anstieg des Meeresspiegels. Wir spüren, dass die sensiblen Grundrhythmen der Natur aus dem Takt geraten.

Besonders bedroht sind die Länder des Globalen Südens. Die Menschen tragen zwar am wenigsten zum Klimawandel bei, leiden aber in besonderer Weise. Sie verfügen meist nicht über die Ressourcen, um sich vor Extremwettern ausreichend zu schützen. Und wenn ganze Ernten vernichtet werden, dann stehen jene ohne Reserven schnell vor dem Nichts. Brot für die Welt unterstützt daher in vielen Projekten Kleinbauernfamilien, damit sie sich besser an die Folgen des Klimawandels anpassen können. Wichtig sind zum Beispiel dürreresistentes Saatgut und eine effektive Bewässerung.

Sachsens Diakoniechef Dietrich Bauer sagt: „Die jüngste Vergangenheit hat uns drastisch gezeigt, wie zerbrechlich unsere Welt- und Wirtschaftsordnung ist. Erst die Coronakrise, dann der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Weltweit steigen die Lebenshaltungskosten. Das trifft besonders die Menschen in den armen Ländern. Hinzu kommt der Klimawandel. Die Krisen ballen sich bedrohlich und wir sind mit einer ganz neuen Realität konfrontiert. Das Aktionsmotto ‚Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.‘ macht deutlich, dass wir nur gemeinsam unseren Planeten bewahren können. Die Ressourcen müssen viel entschlossener geschont werden. Gleichzeitig bleibt die Solidarität mit dem Globalen Süden von besonderer Bedeutung“, betont Diakoniechef Bauer.

Traditionell startet Brot für die Welt seine jährlichen Sammelaktionen am 1. Advent. Für die sächsische Landeskirche wird die 64. Aktion in einem Gottesdienst in der Kirche von Roßwein (10 Uhr) eröffnet. Die Predigt hält Diakoniechef Dietrich Bauer. Bundesweit startet Brot für die Welt mit einem Gottesdienst in Oldenburg (ebenfalls 1. Advent /10 Uhr), der live in der ARD übertragen wird. 2021 förderte Brot für die Welt mehr als 1.800 Projekte in fast 90 Ländern. Vom Gebiet der Landeskirche erhielt das evangelische Hilfswerk 2021 rund 2,067 Millionen Euro an Kirchgemeindekollekten und Privatspenden.

Aktion Stollenpfennig zugunsten von Brot für die Welt

Diakonie und Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen sammeln in der Adventszeit wieder Spenden bei der 29. Aktion Stollenpfennig.  Dabei ist die Kundschaft der Bäckereien aufgerufen, vom Wechselgeld beim Kauf des Stollens oder anderer Backwaren für Brot für die Welt zu spenden. In ganz Sachsen beteiligen sich gut 500 Bäckereien, die in ihren Hauptgeschäften und Filialen rund 1.300 Sammeldosen auf ihre Verkaufstresen stellen. Die Aktion, die im vergangenen Jahr einen Erlös von knapp über 34.000 Euro erzielte, wird von der KD-Bank – Bank für Kirche und Diakonie unterstützt.

Bild: M. Körlin