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Erste Etappe des neuen „Pilgerwegs der Versöhnung“ in Dresden eröffnet am 9. Mai in Hosterwitz


3. Mai 2021

Hosterwitzer Kirche “Maria am Wasser” (Bild: J. Gruel)

Am Sonntag , dem 9. Mai 2021, wird das erste Teilstück des Dresdner Pilgerweges der Versöhnung eröffnet. Es führt von der Schifferkirche „Maria am Wasser“ in Dresden-Hosterwitz bis zur Kirche des Diakonissenhauses in der Äußeren Neustadt. Der gesamte Weg soll perspektivisch alle fünf Nagelkreuzzentren in Dresden miteinander verbinden. Seit mittlerweile fast zwei Jahren wird er von einer Gruppe vorbereitet, die aus der Nagelkreuzarbeit kommt. Sie erarbeitete eine geeignete Streckenführung sowie die textliche Fassung von acht Stationen am Wege, die historische oder aktuelle Ereignisse im Zusammenhang mit den Stichworten Frieden und Versöhnung benennen sowie Impulse zum Nachdenken für die Gegenwart geben sollen.

Zu den acht Stationen gehören u. a. der ehemalige Gasthof „Alte Schanze“ in Hosterwitz. Er erinnert an die Schrecken des 30-jährigen Krieges in der Dresdner Region. Das „Café Gustav“ in der Alten Schule Niederpoyritz, seit 2015 interkultureller Begegnungspunkt, mahnt auf dem Hintergrund tiefgreifender globaler und klimatischer Bedingungen Gastfreundschaft und Nächstenliebe an. Eine Station an der Staffelsteinstraße erinnert an den Freitod des jüdischen Grafikers Bruno Gimpel und warnt vor den Folgen von Antisemitismus. Der Loschwitzer Friedhof, die Loschwitzer Kirche sowie die Gedenkstätte Bautzner Straße sind weitere Stationen auf dem Weg zur Diakonissenanstalt.   

Für den 9. Mai ist Folgendes geplant:

10 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Maria Heinke-Probst und Diako-Rektor Stephan Siegmund sowie anderen Mitgliedern der Nagelkreuzgemeinschaften in der Hosterwitzer Kirche

ab 11.30 Uhr coronagerechtes individuelles Pilgern vorwiegend auf Wegen parallel zur Elbe. Ein kleiner Pilgerführer, der die 8 Wegstationen beschreibt, Impulse zum Weiterdenken gibt und die jeweilige Wegführung enthält, sowie ein Mini-Snack werden mit auf den Weg gegeben. ab 15 Uhr werden die Ankommenden im Gelände des Diakonissenhauses erwartet, wo ein Abendsegen die Erstbegehung des Pilgerweges als solchem beschließt.

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Nagelkreuz auf dem Altar der Schifferkirche “Maria am Wasser” (Bild: Jörg Gruel)