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Evangelische Hochschule Dresden (ehs) übernimmt wesentlichen Teil des bisherigen Studienprogrammes der Evangelische Hochschule Moritzburg (EH)


16. Juni 2020

Die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) wird künftig den wesentlichen Teil des bisherigen Studienprogrammes der Evangelische Hochschule Moritzburg (EH) aufnehmen und weiterführen. Damit wird Moritzburg zum Studienstandort der Evangelischen Hochschule Dresden.

In einem Vertrag, der am Freitag, 19. Juni, 13:00 Uhr auf dem Campus der Evangelischen Hochschule Moritzburg unterzeichnet werden soll,  findet die langjährige Hochschulentwicklung im Raum der Evangelischen Landeskirche seinen vorläufigen Abschluss.

Der Vertrag zwischen der Stiftung Evangelische Hochschule Dresden, der sächsischen Landeskirche und dem Diakonenhaus Moritzburg e.V. regelt alle Fragen, die sich aus der Aufnahme des Moritzburger Studienangebotes in das Studienangebot  der Evangelischen Hochschule Dresden ergeben.

Der gemeinsamen Unterzeichnung des Vertrages vorausgegangen ist eine mehrjährige Prüfung und Beratung eines vom Landeskirchenamt eingesetzten Hochschulentwicklungsrates. In diesem Rat ist gemeinsam mit den amtierenden Rektoren sowie externer Fachleute nach Wegen einer gemeinsamen Hochschulentwicklung der evangelischen Hochschulen im Raum der Landeskirche gesucht worden.

Kernbestand des Vertrages sind nun notwendige Regelungen die es möglich machen, dass künftig weiterhin ein Studium der Evangelischen Religions- und Gemeindepädagogik in Moritzburg angeboten werden kann. Künftig wird dies dann in der Zuständigkeit der Evangelischen Hochschule Dresden weitergeführt und entwickelt.

Es sei für die Kirchgemeinden und Einrichtungen der Landeskirche in Sachsen und für den Auftrag der Kirche insgesamt sehr bedeutsam, dass für Interessenten an einem Studium der Evangelischen Religions- und Gemeindepädagogik in Sachsen weiterhin ein  praxisorientiertes Studium an einem attraktiven Studienstandort möglich ist wie bisher, sagt Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz.

„Wir sind als Kirche und Diakonie nach wie vor angewiesen auf Menschen mit hohem Fachwissen und breiter Qualifikation. Die Kontexte für kirchliche und diakonische Aufgaben in und für unsere Gesellschaft bleiben anspruchsvoll und benötigen hohe Qualität in der Ausbildung. Ich bin sehr dankbar, dass wir diesen Weg mit den evangelischen Hochschulen finden konnten.“

 

Hintergrund

Als sich 1991 die Evangelische Hochschule Dresden gründete, folgte nur ein Jahr später die angestrebte Anerkennung als Fachhochschule der Moritzburger Ausbildungen (damals zu Gemeindehelferinnen und Diakonen). Zugleich ging Anfang der 1990er das „Amalie- Sieveking-Haus“ in Radebeul in die neue Moritzburger Hochschule über. Innerhalb der DDR war das Amalie-Sieveking-Haus eine von nur wenigen evangelischen Direktausbildungsstätten  zur Ausbildung von Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen.

Demnach gründeten sich die beiden Hochschulen in kurzem Abstand nacheinander. Daran ist unter anderem erkennbar, dass Ausbildungsstrukturen sich im Raum der Landeskirche immer wieder gewandelt haben und zugleich ist deutlich, dass die Frage der Konzentration und Bündelung schon damals im Raum stand.

 

Ausblick

Künftig wird in besonderer Weise darauf zu achten sein, dass einerseits die Studienangebote passgenau und attraktiv auf junge Menschen, die sich für einen Beruf in Kirche und Diakonie interessieren, ausgerichtet sind, aber auch den Bedarf in Gemeinde und Diakonie berücksichtigen.

Dies wird auch künftig immer wieder Umstellungen und Anpassungen mit der nötigen Wachsamkeit erfordern. Für dieses Ziel wird das Diakonenhaus Moritzburg in gleicher Weise benötigt wie die Evangelische Hochschule Dresden.

 

EHS Dresden (Bild: Simon Baumheier)

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